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Hitliste der unbeliebtesten Schriftarten

Jeder kennt sie, jeder hasst sie, und jeder hat sie schon einmal irgendwann benutzt: Unbeliebte Schriftarten, die sofort erkennen lassen: Hier waren keine Profis am Werk, sondern Amateure.

Spitzenreiter der unbeliebtesten Schriftart seit Erfindung von Wordart ist unangefochten Comic Sans. Die verspielt-freche Typo – seit Jahrzehnten fester Bestandteil von Windows – fand dabei vor allem in Kindertagesstätten, Restaurants und kleinen Modeboutiquen ihren Einsatz. Immer dann, wenn es lustig oder peppig sein sollte, fiel nicht selten die Wahl auf Comic Sans, vorzugsweise ausgesucht von semiprofessionellen Designern mit einem fragwürdigen Geschmack. Der Entwickler der Schrift, Vincent Connare von Microsoft, hatte sich das übrigens so gar nicht gedacht. Eigentlich sollte die Typo nur für ein spezielles Projekt eingesetzt werden, und zwar innerhalb eines Computerprogramms, das unerfahrene Nutzer mit kleinen Sprechblasen helfen sollte. Dass daraus einmal die meistgehasste Schrift der Welt wurde, das hätte sich Connare sicher niemals denken können.

Eine weitere Erfolgsgeschichte schreibt Impact. Die in den 60er Jahren von Geoffrey Lee entwickelte Schriftart folgte stilistisch der Haettenschweiler und ist aufgrund ihrer dicken Linien und ihrer engen Laufweite nicht für den Einsatz in Fließtext geeignet. Die Lesbarkeit ist stark eingeschränkt und die Einsatzmöglichkeiten im Web sind ebenfalls kaum gegeben. Trotzdem gehört die Impact zu den Core fonts for the web und wird zudem auf zahlreichen Kinoplakaten verwendet. Ihren (sicherlich eher zweifelhaften) Ruhm hat Impact allerdings durch die Verbreitung der Internet-Memes, denn dort ist sie fester Bestandteil des Layouts. Ein Grund mehr, diesen Font direkt aus dem Repertoire zu werfen.

Dritter und letzter im Bunde ist Times New Roman, einer der sicherlich meist verbreiteten Schriftarten überhaupt. Wie der Name vermuten lässt, wurde sie 1931 für die Zeitung „The Times“ konzipiert und gilt als sehr robust, klar und auf vielen Medien sehr gut lesbar, sowohl offline als auch online. Aus diesem Grund ist sie sowohl auf Windows- als auch Mac-Systemen fester Bestandteil der Standardschriftarten und wird für Millionen von Texten eingesetzt. Weshalb ist die Times denn dann eigentlich ein No-Go? Genau deshalb: Wir wollen Individualität statt Einheitsbrei. Immer mehr Designer entscheiden sich daher für eine Alternative und gehen nicht den Mainstreamweg.

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