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Online-Shops: BGH-Urteil

Der Bundesgerichtshof hat heute klargestellt, dass Online-Shops mindestens 1 zumutbare kostenlose Zahlmethode anbieten müssen - "Sofort-Überweisung" zählt dabei nicht zu den zumutbaren Zahlmethoden und darf daher nicht als eizige kostenlose Zahlmöglichkeit angeboten werden.

Als Begründung gaben die Richter an, dass bei "Sofort-Überweisung" sensible Bankdaten wie PIN und TAN an einen externen Drittdienstleister mitgeteilt würden. Darüber hinaus erhalte der Dienstleister weitere Kontoinformationen, die zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen genutzt werden könnten. Das Mißbrauchspotential sei entsprechend zu hoch und dem Kunden nicht zuzumuten.

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) gegen die Deutsche-Bahn-Tochter DB Vertrieb. Laut Kerstin Hoppe, Rechtsreferentin beim vzbv, wurden durch das Urteil die Rechte der Verbraucher im Internet deutlich gestärkt.

Übrigens: Ab 2018 dürfen Händler gar keine Gebühren mehr für Kartenzahlung, Überweisung und Lastschriften verlangen. Shop-Betreiber sollten daher gezielt den eigenen Shop überprüfen und ggf. die eigenen Zahlmethoden anpassen.

(Quelle: Bundesverband der Verbraucherzentralen - www.vzbv.de)

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